Bodenfilter

Was ist ein Bodenfilter?

In der frühen Zeit der Aquaristik war der Bodenfilter eine gänige Filtertechnik die heute leider nur noch selten vorkommt.

 

In jedem Filter bzw jedem Aquarium leben unzählige Filterbakterien die giftiges Nitrit in harmloses Nitrat abbauen. Die Bakterien brauchen zum leben viel Sauerstoffreiches Wasser mit viel Futter (Nitrit). Deshalb findet man diese Bakterien zu hauf im Filtermaterial.

 

Leider störren besonders in kleinen Becken viele Filter durch ihre Grösse. Wieso kann der Filter nicht einfach im Boden verschwinden?

Genau aus diesem Grund wurde der Bodenfilter gebaut.

 

Funktion

Anstelle von klassischem Filtermaterial wie Matten oder Keramik, wird der Bodengrund als Filtermaterial genutzt.

 

Unter dem Bodengrund liegt eine einfach Filtermatte als Abstandshalter. Darüber dann Kies als Bodengrund. Sand kann hier nicht verwendet werden, da dort kaum Wasser durchfliessen kann.

 

Mittels einem Luftheber wird Wasser aus dem Bodengrund ins Aquarium befördert. Das nachströmende Wasser fliesst durch den Bodengrund runter in die Filtermatte und von dort wieder über den Luftheber zurück ins Aquarium.

 

Eigentlich ganz Simpel!

 

Vorteile

Gegenüber normalen Innen- oder Aussenfilter stört ausser dem Filterauslass nichts im Aquarium. Da kein Bauteil ausserhalb des Aquariums liegt, kann auch nichts auslaufen.

Sehr Wartungsarm gegenüber normalen Filtern, da die Filterfläche sehr gross ist.

Kann an eine normale Luftpumpe angeschlossen werden.

Pflanzen können ohne Probleme einfach in den Bodengrund gesetzt werden.

 

Nachteile

Für grössere Becken >80l nicht sehr effektiv.

Nicht für Sandböden geeignet.

 

 

 

Was brauchen wir?


- Aquarium

- Filtermatte

- Luftschlauch + Anschlussstück

- KIR Rohr (Elektro Installationsrohr) M16 und M25 + KIR Bogen M16

- Bodengrund (Kies)

- Sanitär Gummidichtung 3/4 Zoll (2 Stück)

 

- Dremel oder Bohrmaschine für kleine Bohrer

- 0,8mm Bohrer

- Messer

- Säge

- Feuerzeug

- Stift

Zuerst schneiden wir die Filtermatte leicht kleiner als das Beckeninnenmass aus. Die Filtermatte sollte auf jeder Seite zum Glasrand etwa 0,5cm Platz haben.

Im Hintergrund sägen wir bereits die beiden KIR Rohre zu. Das M16 KIR Rohr muss inkl. Bogen je nach Beckengrösse abgelängt werden. Der Auslass des Bogen sollte etwa 2cm unterhalb der Beckenoberfläche liegen und das KIR Rohr darf nicht ganz unter auf dem Glasboden liegen.

 

Das M25 KIR Rohr schneiden wir ca 4cm lang ab.

 

In die Filtermatte schneiden wir ein Loch in der Grösse des M25 Rohrs. Das Rohr muss festsitzen, damit später der Luftheber auch wirklich gut hält.

In das M16 KIR Rohr das als Steigrohr dient, bohren wir mit dem 0,8mm Bohrer 2 Reihen Löcher rund herum ins Rohr.

 

Nach dem Bohren mit dem Messer oder dem Finger die Späne Innen und Aussen am Rohr entfernen.

Ins kleine M25 KIR Rohr bohren wir im oberen Drittel ein 4,5mm Loch hinein. Mit dem Feuerzeug erwärmen wir das Anschlussstück für den Luftschlauch und pressen es ins gebohrte Loch.

 

Das Anschlussstück sollte wirklich fest sitzen, falls es mit dem 4,5mm Loch nicht geht kann es auch mit dem Messer etwas vergrössert werden.

Das kleine Rohr kommt nun über das Steigrohr so das die gebohrten 0,8mm Löcher etwas tiefer sitzen als das Luftanschlussstück.

 

Die beiden Gummidichtungen werden mit dem Schraubenzieher oder Stift oben und unten zwischen die beiden Rohre gedrückt. Mit heissem Wasser werden die Gummidichtungen weicher und können besser bearbeitet werden.

In die Unterseite der Filtermatte schneiden wir mit dem Messer Streifen hinein. Dadurch kann das Wasser besser gleichmässig fliessen. Muss aber nicht zwingend gemacht werden, da sich der Wasserfluss durch den Dreck später sowieso immer wieder ändert.

Nun kann der Luftheber in das ausgeschnittene Loch gesetzt werden.

 

Den Luftschlauch nicht vergessen!

Jetzt den Kies ins Becken geben. Da wir die Matte etwas kleiner ausgeschnitten haben, kann rund herum Kies bis ganz an den Glasboden eingefüllt werden. Dadurch sieht man die Matte später nicht mehr.

 

Dann noch Wasser einfüllen und fertig.

Ich hab auf der Rückseite die Matte ganz ans Glas geschoben, so kann ich später immernoch sehen ob die Matte allenfalls verstopft ist.

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